Marienfels

Marienfels liegt recht hübsch im Mühlbachtal, in der Nähe von Nastätten im Rhein-Lahn-Kreis. Aktuell wird eine Umgehung gebaut, die etwas mehr Verkehrsberuhigung im Dorf bringen soll. Milchkühe gibt es keine mehr in Marienfels, dafür viele Pferde, Schafe, Schweinemast und Rinderzucht.

Einige Komfortmerkmale hat Marienfels mittlerweile schon einbüßen müssen. So gibt es eine Gaststätte nur für Events mit Voranmeldung, keinen Tante-Emma-Laden, keine Poststelle und keinen öffentlichen Fernsprecher mehr.
Einrichtungen wie Sportverein und Feuerwehr haben Ihren Zenit überschritten und kämpfen gegen das Aus mangels Mitwirkender an. Diese Entwicklungen sind nicht der sinkenden Einwohnerzahl geschuldet, sondern der Interessen- und Preisentwicklung. Das ist ein verbreitetes und bekanntes Problem auf dem Land.

Einige Aktivitäten gibt es noch beim Sportverein und beim gemischten Chor, des Weiteren Initiativen einzelner Gruppen.
Seit meiner Kindheit haben sich schon ein paar Dinge geändert. So gibt es in meiner näheren Umgebung keine Dompfaffe mehr. Die Dompfaffe sind mit den Hecken verschwunden, die sich rund um Marienfels wesentlich rarer machen als beispielsweise in Hunzel. Auch ist ein für mich wichtiges Biotop im Miehlener Lehmbruch seit Jahren verschwunden. Damit habe ich keine Idee mehr, wo ich mir Gelbrandkäfer, Stabwanzen, Rückenschwimmer und ähnliche Tierchen ansehen könnte. Ob es in den Miehlener Wiesen beim Sportplatz noch Molche gibt, kann ich mir auch kaum noch vorstellen. Dort gab es alle 5 Arten, die ich kenne.

Das engere und wildere Mühlbachtal, das nur zu Fuß durchwandert werden kann, beginnt nördlich von Marienfels auf der Höhe von Geisig. Von dort kann man in ca. 10 Kilometern nach Nassau an der Lahn wandern, wo der Mühlbach mündet. Das Tal ist sehr hübsch und abseits aller Straßen.